GIZ Storytelling-Projekt

/ Äthiopiens grünes Wunder

Vertrocknete Böden, versiegendes Grundwasser – die Lage in Abraha Atsbeha schien hoffnungslos. Durch veränderte Landnutzung konnten die Dorfbewohner ihr Wassereinzugsgebiet retten. Ihre Methode entwickelt sich zum Exportschlager – je mehr sie imitiert wird, desto besser. Transmediales Storytelling hilft dabei, die Erfolgsgeschichte zu verbreiten.

Hintergrund und Projektziele

Entwicklungszusammenarbeit wird oft hinterfragt: Hilft sie wirklich, und wenn ja – wem? Die Kritik mag oft berechtigt sein. Und doch gibt es viele Beispiele zeitgemäßer Entwicklungszusammenarbeit, die durch eine partizipative und nachhaltige Herangehensweise sehr viel Gutes bewirkt. Die nachhaltige Landbewirtschaftung in Tigray ist eines davon. 

In Abraha Atsbeha, im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray haben jahrzehntelange Abholzung und Überweidung dazu geführt, dass kaum noch etwas angebaut werden konnte – die Menschen waren chronisch auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Doch mit der Unterstützung des äthiopischen Landwirtschaftsministeriums und ausländischer Organisationen ist es den Dorfbewohnern gelungen, völlig erodiertes Land wieder zu beleben – mit Mitteln der nachhaltigen Landbewirtschaftung.

Im Rahmen dieses ehrenamtlichen Projekts in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ging es darum, die Instrumente des transmedialen, visuellen Storytelling dafür einzusetzen, das beispielhafte Projekt bekannter zu machen – in Deutschland, aber auch vor Ort in Äthiopien, um dort weiter zu dessen Akzeptanz und zur Verbreitung der Methode beizutragen.

Für das Storytelling-Projekt reiste Fabian Schwan-Brandt im April 2013 nach Tigray im Norden Äthiopiens und produzierte das Material für die Story: Film, Fotografie und Text.

Ergebnisse und Verbreitung

Die Geschichte über die beeindruckenden Erfolge im Kampf gegen die Erosion und Trockenheit wurde auf vielfältige Arten aufbereitet: als Kurzfilm „Abahaui – the father of fire“, im Rahmen einer Reportage auf Spiegel Online und auf diversen Kommunikationskanälen der GIZ – auf der Website, im Intranet sowie auf Facebook. Die Projektergebnisse sind außerdem auf einem Tumblr-Blog zusammengefasst.

Kurzfilm

„Abahaui – the father of fire“

Beeindruckend:

Die Resonanz der Spiegel Online-Reportage zeigt, dass Entwicklungsthemen durchaus auf Interesse stoßen, wenn es gelingt, einen überraschenden Blickwinkel aufzuzeigen. So wurde der Artikel auf Facebook rund 4.000 Mal empfohlen – in der Regel sind es im Wissenschafts-Ressort von Spiegel Online rund 100 bis 200 Facebook-Empfehlungen pro Beitrag.

Die rund 12.000 Views auf YouTube verraten ein klassisches „long tail“-Interesse an dem Thema: So kommen die Besucher aus 75 verschiedenen Ländern, mit den USA, Saudi-Arabien und Deutschland auf den ersten drei Plätzen.

Ein Event zum Projekt-Abschluss

Zum Projektabschluss veranstaltete das Themenbüro im Januar 2014 eine Fotoausstellung und Kurzfilmvorführung in den Räumen des Stadtteilbüros des Frankfurter Bahnhofsviertels, bei der auch zwei Experten der GIZ Rede und Antwort zur Arbeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Äthiopien standen. Der Erlös aus den verkauften Fotografien ging an die  Alliance of Knowledge and Action for Sustainable Livelihoods Management (AKAM), eine Grassroot-NGO mit Sitz in Addis Abeba.