GIZ Kommunikation Nord-Irak

/ Engagement für Binnenflüchtlinge in Kurdistan

Rund eine Million Menschen haben seit dem Vormarsch der Terrororganisation „Islamischer Staat“ im Herbst und Winter 2014 in der autonomen Region Kurdistan im Nord-Irak Zuflucht gefunden. Die Bundesrepublik Deutschland engagiert sich mit Hilfsmaßnahmen vor Ort für das Wohl der Geflüchteten – das öffentliche Interesse an den Aktivitäten ist enorm. Wir haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit dabei unterstützt, eine systematische Öffentlichkeitsarbeit vor Ort zu etablieren und die Projektfortschritte durch multimediales Storytelling zu vermitteln.

Kurdistan Region of Irak, IDP Camp Kabarto.
IDP-Camp Kabarto, autonome Region Kurdistan im Nord-Irak

Hintergrund und Projektziel

Hunderttausende Menschen haben seit dem Vormarsch der Terrororganisation „Islamischer Staat“ im Herbst und Winter 2014 ihre Heimat verlassen. Vor allem Angehörige der jesidischen Minderheit sind in dieser Zeit in die autonome Region Kurdistan im Nord-Irak geflüchtet. Die finanziellen Möglichkeiten und die technische Infrastruktur der Region wurden durch die Zuwanderung von rund einer Million Menschen jedoch hoffnungslos überfordert.

Kurdistan Region of Iraq. Camp Bajat Kandala, Jaklin and Delivan Hatchi are watching as their mothers are baking bread.
Kurdistan, Region Nord-Irak, Camp Bajat Kandala. Jaklin und Delivan Hatchi schauen ihrer Mutter beim Brotbacken zu.

 

Die Bundesrepublik Deutschland engagiert sich seit 2015 vor Ort mit großem finanziellen und personellem Einsatz für die Bewältigung dieser humanitären Krise – etwa für sauberes Trinkwasser, medizinische Versorgung, Bildung oder psychosoziale Betreuung. Im Verbund mit den lokalen Behörden, weiteren Geberländern, UN-Organisationen und NGOs ist es im Zusammenspiel aller Beteiligten gelungen, den Binnenvertriebenen und Flüchtlingen bis auf weiteres mit dem nötigsten zu versorgen. Entsprechend hoch ist Interesse in der deutschen Öffentlichkeit: Politik und Medien wollen wissen, wie die Projekte laufen, was mit deutschen Steuergeldern passiert, welche Perspektiven daraus entstehen. Auch innerhalb der internationalen Community der Entwicklungszusammenarbeit besteht ein hohes Interesse, über die deutsche Übergangshilfe im Nord-Irak informiert zu werden.

 

Ein Überblicksfilm bietet einen kompakten Gesamtüberblick über die Aktivitäten der deutschen Übergangshilfe im Nordirak:

Ergebnisse

Das Themenbüro unterstützte 2016 die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)  bei der Organisation und Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort und hat zahlreiche Projekte fotografisch und filmisch dokumentiert. Gemeinsam mit der freien Beraterin und Journalistin Gabriele Rzepka entstanden im Laufe des Jahres zahlreiche plakative Fallbeispiele, die mit einem Storytelling-Ansatz zeigen, wie die Hilfe vor Ort in den unterschiedlichen Projektbereichen funktioniert und was sie für einzelne bedeutet.

 

 

Die intensive Dokumentationsarbeit im Irak erlaubte eine optimale, vielfältige Nutzung des entstandenen Bild- und Filmmaterials auf diversen Kommunikationskanälen der GIZ wie bei Facebook , auf der Unternehmenswebsite oder dem GIZ-Magazin Akzente.

Eine präzise Vorabplanung der zur Verfügung stehenden Drehtage vor Ort erlaubte auch die Produktion von Beiträgen, die auf spezifische Teilprojekte Bezug nehmen, wie hier zum Thema Ausbildung von Gesundheitsberaterinnen.

Fotografische Impressionen von der Produktion im Nordirak: